Galerie-Sakura München - Unterricht in Japanischer Zen Kalligraphie

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Omori Roshi

Eine Widmung


Die Geschichte des Zen-Dojos in München wäre nicht vorstellbar ohne Omori Sogen Roshi.

Omori Sogen Roshi (1904-1994) wird als einer der größten Zen-Meister des 20.Jahrhunderts angesehen. Er ist direkter Nachfolger in der Tenryu-Linie des Rinzai Zen, Nachfolger in der Taishi Schule der Kalligraphie von Yamaoka Tesshu, und Lehrer der Jikishinkage Ryu der Schwertkunst.
Omori lehrte über 40 Jahre lang Zen. Er wurde 1948 zum Priester eines kleinen Tempels bei Tokyo und lebte dort mit seiner Frau und drei Kindern.
Als Magistrat und Schlichter beim Gericht für zivile Angelegenheiten wurde er über viele Jahre hinweg Zeuge des Wandels der japanischen Gesellschaft.
Er lehrte als Professor und President der Hanazono Unversität in Kyoto. Er war Autor von mehr als 20 Büchern, von denen z.B. Ken to Zen auch in der englischen Übersetzung bekannt wurde und von Daisetz Suzuki gelobt wurde. Suzuki schrieb ein Vorwort zu Omoris „Lectures on the Record of Rinzai“.
Omori Sogen erhielt im Oktober 1975 den Titel Rotaishi (Großmeister). Durch diese Kaido-Zeremonie erhielt er die Anerkennung als direkter Dharma-Nachfolger in der Tenryu-ji Linie des Rinzai Zen. Er gründetet das internationale Zen- Dojo Seitaiji in Japan und Chozen-Ji auf Hawaii.
Vor allem durch Chozen-Ji, und seinen Nachfolger Tanouye Roshi ist Omoris Linie im Westen bekannt geworden.

Sein Stil vereint Zen, Ken, und Sho; also Zen, die Kunst des Schwertes, mit der Kalligraphie.
Dieses Training ist körperlich, vital und voller Energie.
Omori Roshi unterrichtete sowohl geistliche als auch Laienschüler, und sein Dojo des Zen-Tempels Koho-in befand sich mitten in der Großstadt Tokyo.
Omori lebte den Gedanken einer universellen Brüderlichkeit, empfangen durch seinen Zen-Lehrer Seisetsu Seki, und vielleicht für uns erkennbar durch seine Reisen nach Vietnam, Amerika und nach Europa.
In dem Vorwort so Omoris Klassiker „Introduction to Zen Training“ schreibt der bekannte Asien-Kenner vom BBC, Trevor Leggett im Oktober 1995:
„Ich pflegte Omori Roshi zu sehen, wenn ich alle zwei oder drei Jahre Japan besuchte. Er hatte eine sanfte Stimme und Benehmen, doch meine Judo-Erfahrung konnte das lange und strenge Training dahinter erkennen. Er machte keinerlei Versuch mehr zu beeindrucken als ein Stein oder eine Weide, aber er war beeindruckend.“

Kuwahara Sensei, Schüler und Assistent von Omori Roshi, kam 1984 selbst in den Westen, nach Deutschland, fünf Jahre nach dem ersten, bahnbrechenden Austausch, den Omori Roshi selbst als Leiter einer 50 köpfigen, japanischen Delegation im August 1979 begonnen hatte. Omori führte selbst Schwertkampf vor. Es wurden Kalligraphien ausgestellt, Teeweg, Bogenschiessen und Blumenweg demonstriert.
Und eine Gruppe japanischer Mönche erlebte als Gast den Mönchsalltag in Klöstern bei Benediktinern und Trappisten.
Kuwahara Sensei ist der einzige von Omori Roshi autorisierte Lehrer von Hitsuzendo, des von Omori Roshi gegründeten Pinsel-Zen-Wegs, der in Europa lebt.

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